Deutsche lieben Bargeld – auch wenn Wertverlust durch Inflation droht

Die Sicherheit einer Geldanlage im Auge zu behalten, ist fraglos vernünftig. Falsch verstandene Vorsicht führt allerdings zu Kapitalverlust, warnen Experten der Targobank. So würden Verbraucher, die ihre Ersparnisse daheim aufbewahren – laut einer aktuellen Umfrage von GfK Verein immerhin 28 Prozent der Deutschen – derzeit pro Jahr etwa 2,3 Prozent ihrer Rücklagen allein durch die Inflation verlieren.

Nach fünf Jahren sind 10.000 Euro dann nur noch rund 8.900 Euro wert. Nur wenig besser entwickeln sich Guthaben auf Sparbüchern, die der Studie zufolge jeder Fünfte für eine attraktive Anlageform hält. Die Zinsen sind dort aktuell so niedrig, dass sie von der Inflation aufgefressen werden.

Der Rat der Experten: Verbraucher sollten stets darauf achten, dass der Zinssatz für die Ersparnisse über der Inflationsrate liegt. Derartige Anlageformen gibt es auch für Kunden, die keinerlei Risiko eingehen möchten.

Bargeld bleibe das beliebteste Zahlungsmittel der Deutschen: Rund 58 Prozent der Einzelhandelsumsätze werden bar bezahlt. Diese Tatsache hat jetzt auch die Forschung beschäftigt, weiß die Targobank. Wirtschaftswissenschaftler der Deutschen Bundesbank hätten untersucht, warum manche Menschen fast ausschließlich mit Münzen und Scheinen einkaufen.

Das Ergebnis: Bargeld hilft bestimmten Verbrauchergruppen, den Überblick über ihre Ausgaben und die verbleibenden Geldmittel zu behalten. Im Vergleich zum durchschnittlichen deutschen Konsumenten sind diese Verbraucher finanziell schlechter ausgestattet, besitzen weniger Karten und heben auch seltener Geld am Automaten ab.

Dietmar Braun

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